Heinrich Schütz (1585-1672): Die Himmel erzählen die Ehre Gottes
Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündiget seiner Hände Werk.
Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern.
Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme höre.
Und ihr Schall gehet aus in alle Lande, und ihre Rede an der Welt Ende.
Er hat der Sonne eine Hütte in derselben gemacht;
und die selbige gehet heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer
und freuet sich, wie ein Held zu laufen den Weg.
Sie gehet auf an einem Ende des Himmels und läuft um bis wieder an das selbige Ende, und
bleibt nichts vor ihrer Hitz' verborgen.
(Psalm 19)
Ehre sei dem Vater, und dem Sohn und auch dem Heil'gen Geiste,
wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847): Am Neujahrstage
Herr Gott, du bist unser Zuflucht für und für.
Ehe denn die Berge worden,
und die Erde und die Welt erschaffen worden,
bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Halleluja!
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847): Richte mich, Gott
Richte mich, Gott, und führe meine Sache wider das unheilige Volk
und errette mich von den falschen und bösen Leuten.
Denn du bist der Gott meiner Stärke; warum verstößest du mich?
Warum lässest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind dränget?
Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten
und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,
dass ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott,
der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott;
auf der Harfe danke, mein Gott!
Was betrübest du dich, meine Seele,
und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,
daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.
Johann Michael Bach (1648-1694): Nun treten wir ins neue Jahr
Nun treten wir ins neue Jahr,
Herr Jesu Christ, uns auch bewahr,
Gib Gnad daß wir dies ganze Jahr,
Zubringen mögen ohn Gefahr.
Gib Glück und Heil,
Gib Fried und Ruh,
Hernach die Seligkeit darzu, Amen.
Edvard Grieg (1843-1907): I Himmelen
I Himmelen, i Himmelen,
hvor Gud, vor Herre bor,
hvor saligt did at komme hen,
hvor er den Glæde stor.
For evig, evig skal vi der
se Gud i Lyset, som han er,
se Herren Zebaot.
Og Legemet, og Legemet
som lagdes bort i Muld,
det vorder alt så skinnende,
ja som det skjære Guld.
Og ved af ingen Vunde mer
mens Åsyn det til Åsyn ser
Gud Herren Zebaot.
Og Sjælen får sin Prydelse,
den Krone, som er sagt,
færdighedens Brudekrans,
og så den hvide Dragt.
O Gud, hvad Lyst at være dig nær,
at se i Lyset som du er
dig, Herren Zebaot.
Im Himmelreich, im Himmelreich,
in Gottes Vaterschoss,
wie selig, dort zu kommen hin,
wie ist die Wonne groß.
Dort schauen wir in ewigem Glanz,
in deiner Klarheit leuchtenden Kranz, dich,
Herre Zebaoth.
Der schwache Leib, der schwache Leib
In finsterer Erde nacht,
Der ward so schimmern durch und durch,
Gleich lautren Goldes Pracht.
Und weiß nichts mehr von Weh und Wund,
Dieweil er Aug in Auge stund
Dir Herre Zebaoth.
Und meine arme Seele schmückt,
wie es ihr prophezeit,
der Brautkranz der Gerechtigkeit,
das leuchtend weiße Kleid.
Ach selig, wer dir nahe ist,
im Licht zu schauen die, wie du bist,
mein Herre Zebaoth.
Caroline Shaw (*1982): and the swallow
how beloved is your dwelling place,
o lord of hosts
my soul yearns,
my heart and my flesh cry
the sparrow found a house,
and the swallow her nest,
where she may raise her young
they pass through the Valley of Bakka,
they make it a place of springs
the autumn rains cover it with pools
Don MacDonald (*1966): When the Earth Stands Still
Come listen in the silence of the moment before rain comes down.
There’s a deep sigh in the quiet of the forest and the tall tree’s crown.
Now hold me.
Will you take the time to hold me and embrace the chill?
Or miss me,
will you take the time to miss me when the earth stands still?
Cause there’s no use running
cause the storm’s still coming
and you’ve been running for too many years.
Come listen in the silence of the moment before shadows fall.
Feel the tremor of your heartbeat matching heartbeat as we both dissolve.
Now hold me....
Cause there’s no use running
cause the storm’s still coming
and you’ve been running for too many years.
So stay with me, held in my arms
Like branches of a tree
They’ll shelter you for many years.
Ola Gjeilo (*1978): Unicornis captivatur
Unicornis captivatur,
Aule regum presentatur
Venatorum laqueo.
Palo serpens est levatus,
Medicatur sauciatus
Veneno vipereo.
Alleluia canite agno morienti,
Alleluia pangite,
Alleluia promite leoni vincenti
Pellicano vulnerato
Vita redit pro peccato,
Nece stratis misera.
Phos fenicis est exusta,
Concremanturque vetusta
Macrocosmi scelera.
Alleluia...
Idrus intrat crocodillum,
Extis privat, necat illum
Vivus inde rediens.
Tris diebus dormitavit Leo,
quem resuscitavit
Basileus rugiens.
Alleluia...
Das Einhorn wird gefangen,
Dem Königshofe wird es vorgeführt
In der Schlinge der Jäger.
Vom Stamm wurde die Schlange emporgehoben,
Verwundet wird sie geheilt
Durch das Schlangengift.
Singt Halleluja dem sterbenden Lamm,
Spielt Halleluja,
Ruft Halleluja dem siegreichen Löwen.
Durch den Pelikan – verwundet
Um der Sünde willen – kehrt das Leben zurück,
Durch seinen elenden Tod für die Hingestreckten.
Das Licht des Phoenix ist ausgebrannt,
Und mit verbrennen die uralten Vergehen
der ganzen Welt.
Singt Halleluja...
Die Hydra tritt in das Krokodil ein,
Beraubt es seiner Eingeweide, tötet es
Und kehrt lebendig von dort zurück.
Drei Tage schlief der Löwe,
bis ihn wieder aufweckte
Der König mit Gebrüll.
Singt Halleluja...